In Sachen Facebook Ads Schaltung kommt man dieser Tage an ihnen nicht mehr vorbei, den so genannten [highlight]Promoted Posts[/highlight]. Seit ihrer Einführung vor etwa sechs Monaten sorgten sie für reichlich Wirbel in der Social Media Szene. Von Reichweitendiebstahl, über das "Kaufen von Sichtbarkeit" bis hin zu genervten UserInnen, die sich von unerwarteten Beiträgen in ihren News Feeds belästigt fühlten, konnte man bisher alles lesen.

Promoted Posts - ein Briefing

Letztendlich verbirgt sich hinter der neuen Facebook Funktion Promoted Posts aber nichts anderes als ein automatisierter Ad-Erstellungsprozess, der vor allem für eine hohe Reichweite eines Beitrages sorgen soll. Über eine einfache Maske hat der Seitenadministrator die Möglichkeit, die gewünschte Zielgruppe (Fans oder Fans und ihre Freunde) für das Facebook Ad zu definieren und kann mithilfe des Punktes "Maximales Budget" auch die (geschätzte) Reichweite definieren.

Nach dem Klick auf "Beitrag hervorheben" iniziiert Facebook eine eigens angelegte Ad Kampagne mit einer Laufzeit von drei Tagen und einem Budget von mindestens 8 Euro. Im Zuge dieser Promoted Posts Kampagne erstellt die Plattform zwei Anzeigen, wobei sich eine an die Fans der Seite richtet und die zweite an Freunde von Fans, die direkt mit diesem Beitrag interagiert haben. Sichtbar wird der Beitrag lediglich im Newsfeed.

Sollte der Administrator zusätzlich den Punkt "Personen, denen deine Seite gefällt, und ihre Freunde" bei "Hervorheben" gewählt haben, erstellt Facebook auch eine drittes Ad. Diese richtet sich an die Freunde von Fans der jeweiligen Fanpage.

Marketing und Social Media Experte Thomas Hutter beantwortet in seinem Blogposting interessante Fragen zur Causa Promoted Posts und erklärt den Erstellungsprozess in allen Einzelheiten.

Page Post Ads - die Alternative

Nicht alle Administratoren beabsichtigen mit ihren Facebook Ads, eine möglichst hohe Reichweite zu erzielen. Oft liegt auch ein zielgruppenspezifisches Marketing im Interesse des Fanpage Betreibers. In diesem Fall wären die so genannten Page Post Ads die eindeutig bessere Lösung.

Mittels Werbeanzeigenmanager und/oder PowerEditor sind manuell benutzbare Erstellungs-Tools von Facebook, die eine detaillierte Bestimmung der Zielgruppe erlauben. Während der Werbeanzeigenmanager die Ads jedoch lediglich für die rechte Spalte von Facebook erstellt, kann man mittels PowerEditor wählen, ob die Anzeige im Newsfeed oder in der rechten Spalte angezeigt werden soll. Ein zusätzliches Plus ist die Möglichkeit zu wählen, ob das Ad auf mobilen Geräten oder nur auf dem Desktop sichtbar ist.

Promoted Posts vs. Page Post Ads

Für welche Ad Erstellungsvariante man sich nun entscheidet und ob man die rechte Facebook Spalte oder doch den Newsfeed für seine Marketingkampagne nutzt, ist so pauschal nicht zu definieren. Da die rechte Spalte von Facebook die offizielle Werbespalte ist, kann man hier besser Nicht-Fans erreichen. Fans sollten relevante Ads in ihrem Newsfeed vorfinden, da sie hier auch relevante Beiträge ihrer Lieblingsseiten erwarten.

Bei der Wahl zwischen Promoted Posts und Page Post Ads stellen sich folgende Fragen:

  • Wen möchte ich mit meiner Kampagne ansprechen?
  • Wie viele Fans/ Nicht-Fans möchte ich mit meiner Kampagne erreichen?
  • Möchte ich die Anzeige auch für Freunde von Fans meiner Seite schalten?

Es entscheiden vor allem qualitative oder quantitative Zielsetzungen über die Wahl des Tools und den Ort der Anzeigenplatzierung.

Grundsätzlich gilt: Definieren Sie Ihr Marketing Ziel und danach sollten Sie schlussendlich auch Ihre Ad Erstellungsfunktion wählen. Dann darf man auch mit den entsprechenden Ergebnissen rechnen.