Update 1: WhatsApp hat mittlerweile die Möglichkeiten sehr restriktiv eingeschränkt. Das Versenden von Marketing Nachrichten über Drittanbieter ist nicht mehr erlaubt.

Update 2: WhatsATool wurde mittlerweile von messageorganizer übernommen.

WhatsApp-Marketing hat einen klaren Vorteil: 1,5 Milliarden Personen weltweit nutzen derzeit den Messaging-Dienst und auch in Österreich ist seine Beliebtheit ungebrochen. Man hat die Möglichkeit, Menschen dort zu erreichen, wo sie ohnehin schon unterwegs sind und sich etwa über das nächste Familienessen oder den geplanten Mädlsabend unterhalten. Außerdem haben mit WhatsApp versendete Nachrichten Öffnungsraten von bis zu 90 Prozent – ein Vielfaches der meisten E-Mail-Newsletter.

WhatsApp stellt Marketing vor Herausforderungen

Aber WhatsApp hat auch einen eindeutigen Nachteil: Es wurde vorrangig für die private Kommunikation entworfen und bietet – zumindest bis dato – keine praktikablen Möglichkeiten für die Business-Nutzung. Das stellt Unternehmen vor zweierlei Herausforderungen: Einerseits sollte bei der Wortwahl und inhaltlich besonders darauf geachtet werden, NutzerInnen nicht mit Werbung zuzuspammen, sondern echten Mehrwert zu bieten. Andererseits kann die technische Abwicklung extrem ressourcenintensiv sein.

Händische Abwicklung – zeitintensiv und fehleranfällig

Als die ersten Unternehmen anfingen, WhatsApp-Services anzubieten, ging das alles nur manuell: Man musste sich eine separate SIM-Karte plus Handy zulegen und eine/n MitarbeiterIn dafür abstellen, die Nummern neuer AbonnentInnen zu Listen hinzuzufügen und Anfragen beantworten. Eine solche Vorgehensweise bedeutete einen hohen Zeitaufwand – und es konnte schnell einmal passieren, dass eine Nachricht übersehen wurde. Deshalb gibt es heute eine Reihe von externen Tools, die zur Verwaltung von WhatsApp im großen Stil verwendet werden können. Wir stellen Ihnen drei davon vor – auch jenes, das wir für unsere KundInnen verwenden.

1. Telegra

Telegra ist eine deutsche Lösung, die einige zweckdienliche WhatsApp-Funktionen bietet. Man kann Newsletter einfach an größere Gruppen versenden – wenn gewünscht, praktischerweise auch zu einem späteren, vorgeplanten Zeitpunkt. Die EmpfängerInnen können in mehrere Listen aufgeteilt und Zielgruppen dadurch mit der für sie passenden Message erreicht werden. Ein gut durchdachtes Feature sind diesbezüglich die „Channels“. Schon bei der Anmeldung kann man InteressentInnen verschiedene WhatsApp-Kanäle anbieten und so automatisch Einzellisten erhalten. Direkte Konversationen mit einzelnen NutzerInnen können im Chat geführt werden.

2. WhatsBroadcast

WhatsBroadcast ist ebenfalls ein deutscher Anbieter. Er bietet - ähnlich wie Telegra - übersichtliche Möglichkeiten zum Versenden von Text und Media-Dateien an AbonnentInnen sowie für den 1:1-Dialog. Im Chat-Center für die direkte Kommunikation können hier Labels vergeben und Notizen erstellt werden. Dadurch wird die Anfragenbearbeitung im Team erleichtert. WhatsBroadcast liefert außerdem einen Chatbot Builder mit. Mit dessen Hilfe können bestimmte Services automatisiert werden– definitiv ein zukunftsweisendes Feature. Auch Analytics zur eigenen WhatsApp-Tätigkeit sind inkludiert.

3. WhatsATool

WhatsATool stammt von der österreichischen Firma atms und – Spoiler Alert – ist das Tool, das wir bei Pulpmedia für WhatsApp-Marketing verwenden. Über ein Widget kann man ein Anmeldefeld leicht in die eigene Website integrieren und den BesucherInnen so die Möglichkeit geben, den WhatsApp-Service in Anspruch zu nehmen. Die grundlegenden Funktionen – Newsletter-Versendung und direkte Kommunikation – sind auch hier solide. Die Web-Oberfläche bietet vorgeplantes Senden sowie zusätzlich Telegram- und Facebook Messenger-Verwaltung. Sehr hilfreich sind die Statistiken: Auf einen Blick sieht man die Zahl von An- und Abmeldungen sowie die Öffnungsraten von Nachrichten. Warum bei uns WhatsATool zum Einsatz kommt? Es liefert eine besonders übersichtliche, zentrale Verwaltungsmöglichkeit. Wie erwähnt sind hier erstens auch andere Messenger integriert. Und zweitens lässt es sich mit der Social-Media-Lösung swat.io kombinieren, sodass man eine einzelne Oberfläche für alle Social-Kanäle erhält. So behält man stets den Überblick und riskiert keine unnötigen Komplikationen.