Wie E-Mail-Marketing zur Kundenbindung beiträgt

von Nadja Pracher

11. September 2014

Nicht nur der Onboarding-Prozess kann mittels eines automatisierten E-Mail-Marketings begleitet werden, sondern auch die Bindung zum Kunden kann so verbessert werden. Mit Hilfe automatisch generierter Newsletter aus dem bestehenden Content-Management-System, durch automatisches Testen und Verbessern der Mails und auch durch automatisierte Individualisierung und Personalisierung der Newsletter spart man letzten Endes Zeit und Geld. Trotz einer Investition in diese beiden Komponenten zu Beginn – die einmalige Systemanbindung amortisiert sich aufgrund der Ressourceneinsparung innerhalb kürzester Zeit.

Damit Sie wissen, welche Möglichkeiten Ihnen im automatisierten E-Mail-Marketing offenstehen, habe ich 8 Punkte zusammengestellt, die Ihnen zu einer langfristigen Kundenbindung verhelfen können.

1. Eine transparente Anmeldung ist das Um und Auf

Wie können Sie einen Kunden von sich und Ihrem Unternehmen per E-Mail-Marketing überzeugen, wenn sich dieser nicht zu einem Newsletter anmeldet? Undurchsichtige Anmeldeprozesse führen hier zu einer Unzufriedenheit des Interessenten, welche man so schnell nicht wieder rückgängig machen kann. Je genauer Sie den Kunden kennen, desto besser – fragen Sie daher nach seinen Interessen. Diese Interessensfelder sollten jedoch nicht verpflichtend sein.

Newsletteranmeldung

Je mehr Sie bereits bei der Anmeldung über den Abonnenten erfahren, desto besser

Der erste Eindruck zählt, daher sollten Sie die Newsletteranmeldung so einfach wie möglich gestalten. Vertrauen baut man hier bereits durch die Offenlegung der weiteren Nutzung der Daten auf, denn so ist sich der Interessent sicher, dass er keinen Wolf im Schafspelz vor sich hat. Gehen Sie daher auch darauf ein, welche Vorteile Ihr Newsletter den Lesern bietet und in welcher Frequenz dieser verschickt wird.

 2. Der erste Schritt in Richtung positiver Kundenbindung: die Willkommens-E-Mail

Wie Sie bereits in meinem vorherigen Blogbeitrag zum Thema E-Mail-Marketing mit dem Titel „Wie man mit E-Mail-Marketing den Onboarding-Prozess vorantreibt“ erfahren haben, ist ein wichtiger erster Schritt in Richtung positiv konnotierter Kundenbindung eine freundliche Willkommens-E-Mail.

Besonders positiv wird diese Art des Mails dann wahrgenommen, wenn sie mit einem speziellen Willkommens-Angebot verknüpft ist – bereits hier kann man auf die persönlichen Interessen des Kunden eingehen, welcher er eventuell schon bei der Registrierung angegeben hat.

3. Komm zurück – die Reaktivierung von inaktiven Abonnenten

Sobald ein Newsletter-Empfänger einige Zeit lang auf die Mails nicht reagiert – sie also beispielsweise nicht mehr öffnet – kann er mittels einer automatisierten Kampagne reaktiviert werden. Wie? Versuchen Sie ihn mit Hilfe eines für ihn besonders attraktiven Angebotes wieder auf Sie und Ihr Unternehmen aufmerksam zu machen.

Stay subscribed

Mit Hilfe von automatisierten E-Mails den Kunden wieder für sich gewinnen

Reagiert er auf das Angebot nicht, kann er zu seiner Zufriedenheit oder der Aktualität seiner Daten befragt werden. Diese Mailingfolge kann beliebig lang fortgesetzt werden. Sollte er dennoch nicht reagieren, muss man sich leider Punkt 4 meiner Liste widmen.

4. Abonnenten gehen lassen – die Datenbankbereinigung

Reagiert der Empfänger auf keines der an ihn verschickten Mails der Reaktivierungskampagne, ist es an der Zeit, ihn gehen zu lassen – d. h. er muss aus dem Datenbestand gelöscht werden. Wieso? Eine saubere Datenbasis ist das A und O jeder Erfolgsmessung. Um eine aussagekräftige Statistik bezüglich des eigenen E-Mail-Marketings zu erlangen, müssen sogenannte Datenleichen und vor allem Hardbounces aus den Adressbeständen entfernt werden.

 5. Öffnen oder nicht öffnen – das Zauberwort heißt Personalisieren

Der Empfänger eines Mails entscheidet innerhalb weniger Sekunden, ob er diese nun öffnet oder nicht. Deshalb muss der Versandzeitpunkt optimal gewählt werden und die Betreffzeile durch Personalisierung ansprechend sein; auch auf ein optimal gestaltetes Layout darf nicht vergessen werden. Da dies jedoch kein unumstößliches Erfolgsrezept ist, empfiehlt es sich, auf das sogenannte Multivirale Targeting zu setzten. Hier wird mittels multiviraler Tests die richtige E-Mail-Marketing-Strategie erprobt.

Zudem sollte man berücksichtigen, dass beispielsweise in deutschsprachigen Shops nicht nur Deutschsprecher einkaufen. Einen Newsletter in unterschiedlichen Sprachen und an die dort vorherrschende Zeitzonen angepasst zu verschicken, lohnt sich daher ungemein.

6. Mehr Relevanz durch Individualisierung

Je relevanter eine Mail für deren Empfänger ist, desto interessanter ist sie auch für ihn – diese Relevanz erzielt man beispielsweise durch die Individualisierung des Contents. Hier helfen wiederum die persönlichen Interessen des Abonnenten, welche optimaler Weise bereits bei dessen Registrierung erfragt wurden oder auf welche aufgrund seiner bisherigen Bestellungen geschlossen werden kann.

Hat eine Kundin etwa eine Tasche in Ihrem Online-Shop gekauft, kann man sie in einem E-Mail auf die dazugehörige Geldbörse oder das dazu passende Halstuch aufmerksam machen.

Crossselling

Individualisierte Kaufempfehlungen basierend auf den bisherigen Bestellungen sind sehr effektiv.

Das sogenannte Crossselling ist sehr effektiv und führt aufgrund der hohen Relevanz für den Kunden zu einer enormen Steigerung der Performance. Aktionsmails mit persönlichem Bezug – beispielsweise am Geburtstag des Abonnenten oder am Jahrestag der Newsletteranmeldung – haben eine ähnlich hohe Wirkung.

7. Do you remember? – Warenkorberinnerungen

Kaum etwas ist für ein Unternehmen ärgerlicher, als abgebrochene Warenkörbe. Schließlich hatte sich der Kunde bereit für ein Produkt entschieden und war bereit, es zu kaufen – doch bis zum Abschluss der Bestellung ist es letzten Endes nicht gekommen.

Mit Hilfe automatisierter E-Mails kann man nun den Kunden an seinen abgebrochenen Kaufvorgang erinnern und ihm die im Warenkorb befindenden Produkte erneut schmackhaft machen. Hat er etwa eine Bohrmaschine in den Warenkorb gelegt und den Kauf abgebrochen, kann man ihm nach einer gewissen Zeit einen Minus 10%-Gutschein auf alle Elektroartikel zuschicken. So kann man den Interessenten vielleicht doch noch zum Kauf eines Artikels bewegen.

8. Den Erfolg überprüfen

Nur wer seine Marketingstrategie auf Erfolg prüft, kann diese auch verbessern. Hier bietet das E-Mail-Marketing viele Vorteile, denn die Erfolge verschiedenster Mailings und sogar einzelner Bestandteile können bis aufs Kleinste analysiert werden. Das ist wichtig, denn bereits kleine Veränderungen des Layouts können zu einer höheren Performance einer Aussendung führen.

Automatisiertes E-Mail-Marketing – es lohnt sich!

Zu Beginn mag es vielleicht noch machbar sein, eine E-Mail-Marketing-Strategie ohne eine Automatisierung zu verfolgen. Aber sobald sich der Erfolg zeigt, wird dies zunehmend aufwendiger– spätestens dann wird man für jede Automatisierung dankbar sein.

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