Let's stick to this: GIFs und Sticker auf Social Media

von Theresa Janda

13. Januar 2020
GIFs

GIFs sind so alt wie das Internet selbst. Als das WWW noch in den Kinderschuhen steckte, waren GIFs das erste und einzige Format, bei dem ein transparenter Hintergrund möglich war. Deshalb und wahrscheinlich auch, weil GIFs einfach Spaß machen, feierte das GIF-Format zu Beginn einen massiven Hype. Dieser schwächte dann mit der Zeit ab und irgendwie wurde es unprofessionell, GIFs in die Markenkommunikation einzubinden. Doch heute ist das anders. GIFs sind so relevant wie noch nie. Für jene Marke, die sich als sympathisch, nahbar und digitally up-to-date inszenieren will, führt kein Weg mehr an GIFs und Stickern vorbei. Wat mutt, dat mutt.

Technisch gesehen sind GIFs und Sticker aus dem gleichen Datenholz geschnitzt. Grundsätzlich kann man zwischen den beiden Formaten aber folgendermaßen differenzieren: Sticker haben im Gegensatz zu den klassischen GIFs einen transparenten Hintergrund. Es handelt sich dabei also um freigestellte Animationen. Im Volksmund spricht man aber gerne einfach von GIFs und meint damit auch automatisch Sticker. Eh ok, das Leben ist ohnehin schon kompliziert genug. 

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The more you know! Da gibt es aber noch einen ganz entscheidenden Unterschied und der bezieht sich auf den Verwendungskontext. Während Sticker in den Instagram-Stories ihre Verwendung finden, findet man GIFs eher als Kommentarfunktion bei Facebook. Die beiden Formate eignen sich also zur Verfolgung ganz unterschiedlicher Ziele:

Sticker sind ein Tool, um die Brand Awareness zu steigern. Durch gebrandete Sticker, die so ansprechend sind, dass die von den Usern in deren Content eingebunden werden, ist es also möglich, die organische Reichweite der Marke zu steigern. Die findest du zum Beispiel auf Instagram zur Einbindung in die Stories.

GIFs finden sich eher im Werkzeugkoffer des Community Managements. Mit diesem Instrument lassen sich nämlich Userkommentare auf Facebook mit etwas frischerer Tonality beantworten. Dabei hast du als Marketer zweierlei Möglichkeiten: Entweder du greifst auf generische GIFs zurück, die sowieso gerade viral gehen. Damit inszenierst du dich als humorvoll und on-time. Oder aber du gehst noch einen Schritt weiter und kreierst markeneigene GIFs, die sich multipel einsetzen lassen. Ein CEO, der dem User ein Bussi entgegenhaucht, wirkt halt irgendwie weniger distanziert als ein trockenes „Danke. LG, dein xy-Team“. Logisch? Logisch! Auf Facebook gibt es zwar auch Sticker für den Messenger und die Kommentare – selten aber in gebrandeter Form. Einen gebrandeten Sticker auf die Plattform zu bringen, setzt nämlich eine Kooperation mit Facebook voraus, für die du wahrscheinlich etwas tiefer in die Tasche greifen musst. Sparfüchse kreieren also doch lieber GIFs für Facebook. Der Produktionsaufwand dieser ist nämlich relativ gering, wohingegen die psychologische Wirkung grandios sein kann.

but why?

Also, wie genau sieht diese Wirkung aus, von der wir hier sprechen? Warum sind diese GIFs und Sticker überhaupt so wichtig?

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Science, Baby! Der Mensch reagiert auf visuelle Reize. Vielmehr noch auf bewegte Reize. Vielleicht kennst du diese Situation: Du betrittst einen Veranstaltungsraum etwas verspätet. In dem Moment, wo du die Türe still und heimlich öffnest und um jeden Preis versuchst, nicht aufzufallen, drehen sich alle Köpfe eulenartig in deine Richtung.

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Alle Aufmerksamkeit hängt an dir. Warum? Es hat sich was bewegt. Wo auch immer Bewegung passiert, wollen auch unsere Sinne hin. Und genauso ist es auf Social Media. Dorthin, wo sich was bewegt, lenken wir auch unsere Wahrnehmung oder, um genauer zu sein, dorthin lenkt uns unsere Wahrnehmung.

Da sein, wo die Zielgruppe ist, lautet stets die Devise. Dabei sind GIFs schon fast auf allen Plattformen vertreten. Hat man erst mal seine GIFs erstellt und auf giphy hochgeladen, erscheinen sie auf jeder relevanten Social Media-Plattform (Facebook, Twitter, IG, Tumblr, Pinterest und Reddit) und können dort geschickt eingesetzt werden.

Natürlich gibt es noch viele weitere Gründe, wieso GIFs wirklich supergeil sind:

  • Viele Views für verhältnismäßig wenig Kosten:
    Die Erstellung eines giphy-Accounts ist kostenlos. Lediglich die Erstellung von den GIFs selbst kostet.
  • Vielzählige Einsatzmöglichkeiten:
    Nicht nur auf Social Networks sind GIFs einsetzbar. Sie lassen sich auch problemlos auf dem Blog, im Newsletter oder auf der Unternehmenswebsite einbinden.
  • Doppelt hält besser:
    Mit GIFs lässt sich auf der einen Seite der Brand Generated Content pimpen. Auf der anderen Seite kann aber auch die Zielgruppe damit ihren User Generated Content schmücken. Es gilt deshalb, in der Kreation auch den Nutzungskontext der Zielgruppe mitzudenken: Welche Animationen werden hier mit hoher Wahrscheinlichkeit gut ankommen? (Spoiler: Humorvolles Zeugs!)
  • Kundenbindung:
    GIFs sind eine tolle Möglichkeit, als Marke präsent zu sein und mit der Zielgruppe zu kommunizieren, ohne dabei das nervige Arschloch zu sein, das „KAUF MICH“ schreit. Diese Investition in Reputation wird auf lange Sicht mit einer stärkeren Kundenbindung belohnt.

and now, how?

Überzeugt, dass GIFs der Shit sind? Dann interessiert dich vielleicht noch die Frage nach dem Wie. Welche Herangehensweise verspricht den größten Erfolg?

Step 1:

Zunächst stellt sich die Frage, welche GIFs überhaupt erstellt werden sollen. Hier gilt es, sich auf jeden Fall an der Zielgruppe zu orientieren. Denn, wie gesagt, wir wollen, dass auch sie die Animationen in ihren Content einbindet. Folgende Fragen können dabei hilfreich sein:

Was postet meine Zielgruppe generell? Wo und wann kommt meine Zielgruppe mit meiner Marke in Berührung? Welche Trends beschäftigen meine Zielgruppe? Ergebnis dieser Überlegung können dann zum Beispiel Sprüche oder themenspezifische Animationen sein.

Step 2:

Ab geht’s in die Kreation und Veröffentlichung. Meist genutzter Anbieter zum Veröffentlichen ist giphy. Hier muss man sich als Unternehmen einen Brand Channel erstellen. Dieser muss verifiziert werden. Achtung: Das kann dauern. Ist der Channel erst mal verifiziert, können die fertigen GIFS dort hochgeladen und mit Tags versehen werden. Diese bestimmen, unter welchen Schlagwörtern die GIFs gefunden werden. Hier setzt quasi eine GIF SEO-Analyse ein. Dabei ist es wichtig, auch generische Tags zu nutzen. Nach zu spezifischen Tags wird niemand suchen. Auf giphy kann man natürlich auch die Views der einzelnen GIFs einsehen. Die GIFS können kontinuierlich erweitert werden und dann in etwa auch kampagnenspezifisch ergänzt werden.

Step 3:

Zugegeben, die Tags werden selten ausreichen, um eine hohe Anzahl an Views zu erreichen. Deshalb: Verkünde die frohe Botschaft! Lass Follower und Fans wissen, dass es deine GIFs jetzt gibt und zeige ihnen Möglichkeiten, wie sie diese verwenden können. Und wenn sie es tun, zeige ihnen deine Wertschätzung.

Im Sinne der grafischen Aufbereitung und um bei der Zielgruppe und Plattform auf fruchtbaren Boden zu fallen, schadet es sich natürlich nie, die Erstellung von GIFs einer Agentur anzuvertrauen.

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Nein, mal im Ernst: Die tagtägliche Konfrontation mit den Themen und Inhalten im Unternehmen führt oft zu vermeintlicher Befangenheit. Die Erstellung von GIFs setzt aber einen gewissen Grad an freiem Denken und unverblümter Kreativität voraus. Da hilft es durchaus, an einen Kreativdienstleister heranzutreten und durch neue Perspektiven zu profitieren. So konnten wir zum Beispiel gemeinsam mit BURGERISTA tolle brand-related-GIF-Sticker erstellen, die innerhalb von 2 Monaten fast eine halbe Million Views erzielten!

Deshalb: GIF IT TO ME! Sende uns gerne deine Anfrage, wenn du deinen Social Media-Auftritt ein wenig dynamischer gestalten möchtest.

Okay, bye!

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