How to Make a How to-Video

von Michael Lehner

19. September 2018

How to-Videos sind aus Unternehmenssicht besonders spannend. Sie zeigen das Produkt im Einsatz, können Hilfestellungen für KundInnen geben (Wie reinige ich meine Espressomaschine?) oder sogar Inspirationen bieten (etwa Rezeptvideos eines Lebensmittelhändlers). Außerdem handelt es sich um Content, der eine sehr lange Lebensdauer hat – schließlich suchen Internet-NutzerInnen auch in einem Jahr noch nach bestimmten Anleitungen und sind froh, ein Video zu finden, das ihre Fragen beantwortet.

1. Mit der Recherche beginnts

Gerade How to-Videos haben große Chance, organisch gefunden zu werden, wenn NutzerInnen eine Frage haben. Allerdings natürlich nur dann, wenn das Thema des Videos auch gesucht wird. Mithilfe verschiedener Tools (zum Beispiel keywordtool.io oder tubebuddy.com) kann schnell herausgefunden werden, welche Keywords etwa auf YouTube besonders oft gesucht werden. Das kann ein wertvoller Input beim Erstellen der Videostrategie des Unternehmens sein (ohne die sowieso nie zu filmen begonnen werden sollte) wie auch bei der Produktion einzelner Videos.

2. Für Video geeignetes Thema wählen

Wenn nun fundierte Ideen für How to-Themen da sind, muss man sich eine weitere Frage stellen: Welches Thema eignet sich dafür, als Video behandelt zu werden? Es ist immer entscheidend, dass der Inhalt zur Darstellungsform passt. Wenn etwas auch in drei kurzen, geschriebenen Sätzen ohne Visuals erklärt werden kann, ist ein How to-Video vermutlich nicht das Richtige. Wenn aber die Bewegtbild-Darstellung die Erklärung einfacher, klarer oder auch spannender macht, sind Sie auf dem richtigen Weg. Hier gibt’s ein Beispiel dafür:

 

 

 

 

3. Interesse wecken und Vertrauen aufbauen

Die ersten Sekunden Ihres Videos entscheiden, ob der User es fertig ansieht. Hier heißt es: Interesse wecken. Besonders bei How to-Videos muss aber auch Vertrauen aufgebaut werden, damit der Zuseher, die Zuseherin das Gefühl hat, bei jemandem gelandet zu sein, der sich mit dem Thema auskennt. Auf jeden Fall ist wichtig, schnell zur Sache zu kommen. Lange Einleitungen oder werbliche Infos zu Ihrem Unternehmen sind hier fehl am Platz.

4. Persönlichkeit zeigen

Jedes Video, das Sie produzieren, sollte Teil einer Videostrategie sein. Dazu gehört auch, festzulegen, wie Sie Ihren SeherInnen gegenübertreten möchten. Welche Persönlichkeit hat Ihre Marke in ihren Videos? Wie werden Fakten dargestellt? Dasselbe Thema kann als Infovideo mit ModeratorIn oder auch als animiertes Video mit Voice-Over-SprecherIn gestaltet werden. Der Tonfall kann geradlinig, mit dem Ziel, schnell und genau zu informieren, oder humorvoll mit einem Augenzwinkern sein. Auch dafür haben wir ein Beispiel:

 

 

 

 

5. Einfach und kurz halten

Wie bereits in Punkt 3 erwähnt, ist es wichtig, dass Ihr Video schnell zur Sache kommt. Das trifft auf How to-Videos ganz besonders zu, da die Nutzerin, der Nutzer oft ganz spezifisch nach einer Lösung für ein aktuelles Problem sucht. Zusätzlich sollte die Erklärung auch möglichst einfach gehalten werden. Schließlich sollte der Vorgang leicht zu verfolgen und nachzuahmen sein. Teilen Sie den Inhalt in Schritte auf, die einzeln durchgeführt werden können, ohne im Video vor- und zurückgehen zu müssen. Und: Halten Sie das Video so kurz wie möglich. Eine allzu lange Dauer kann NutzerInnen schon von vornherein abschrecken.

6. Show, Don’t Tell

Sie haben aus gutem Grund entschieden, Ihren Inhalt als Video darzustellen (siehe Punkt 2). Also sollten Sie auch die Möglichkeiten nutzen, die Ihnen dieses Medium bietet. Wann immer Sie einen Vorgang direkt zeigen können, tun Sie dies. Klar, es gibt durchaus Anwendungsfälle für ein „Talking Head“-Video – aber ein How to-Video gehört nicht dazu. Bei komplizierteren Sachverhalten kann es sogar Sinn machen, die wichtigsten Teile mehrmals zu zeigen. Versetzen Sie sich in Ihre ZuseherInnen und zeigen Sie ihnen genau das, was sie benötigen, um ihr Problem zu lösen.

7. Call to Action

Idealerweise ist das Anschauen des Videos weder das erste noch das letzte Mal, dass die ZuseherInnen mit Ihrem Unternehmen interagieren. Überlegen Sie sich, wie Sie ihnen in weiterer Folge helfen können. Wenn es sich um ein allgemeines Video handelt, geben Sie ihnen die Möglichkeit, sich auf Ihrer Website oder in anderen Ihrer Videos weiter zu informieren. Ist es ein spezifisches How to-Video für eines Ihrer Produkte, dann ist die Seherin, der Seher womöglich bereits KundIn – verweisen Sie auf eine Hotline oder E-Mail-Adresse, falls das Video nicht alle Fragen beantworten konnte. Oder fordern Sie die ZuschauerInnen auf, Ihren YouTube-Kanal zu abonnieren. Das Wichtigste: Lassen Sie Ihre ZuseherInnen nach dem Anschauen nicht alleine. 

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