Anfang des Monats wurde es angekündigt, jetzt sind nähere Details bekannt: Instagram bekommt Ads. Wie es aussieht, sollen diese die Nutzung des Fotodienstes so wenig wie möglich beeinflussen. Ein von Instagram auf blog.instagram.com veröffentlichtes Beispiel-Ad zeigt sich im typischen Gewand eines Instagram-Posts. Der einzige Unterschied ist ein „Sponsored“-Label in der oberen rechten Ecke – dort, wo normalerweise der Zeitstempel zu finden ist. Der Nutzer kann auf einen mit „…“ gekennzeichneten Button klicken und Feedback gegen – so will Instagram nur den interessantesten Werbe-Content an User liefern.

Instagram Ads – nützlich oder störend?

Aus einem kritischen Blickwinkel betrachtet kann die Anpassung der Werbung an reguläre Instagram-Posts als störend gesehen werden: Muss der User schließlich ganz genau hinsehen, um zwischen Posts seiner abonnierten Nutzer und Sponsored Content zu unterscheiden. Und das Feedback-Modell nutzt natürlich den Werbetreibenden, um ihre Posts an den Mann zu bringen. Instagram besteht darauf, dass es vor allem auf den Nutzer bedacht ist und die Werbung ganz „sanft“ eingeführt wird.

Instagram Ads als Chance

Eine Art, wie Instagram sicherstellen will, dass nur qualitative Werbe-Posts auf seine Plattform gelangen, ist die anfängliche Einschränkung von Werbekunden: Unternehmen, die bereits aktive Instagram-Nutzer sind, werden hier bevorzugt. Zum exklusiven Kreis der Erst-Werber gehören etwa Adidas, Ben & Jerry's, Levi's und Lexus. In dieser Hinsicht sind die Instagram Ads auch eine Chance – eine Chance für Unternehmen, schönere und auf den Kanal zugeschnittene Werbung zu produzieren. Instagram-User sind anspruchsvoll, was ihren Content angeht, und werden kaum platte „Jetzt kaufen!!!“-Posts akzeptieren. Die erfolgreichsten Firmen auf Instagram waren schon bisher jene, die die Plattform auf innovative und maßgeschneiderte Weise nutzten (siehe etwa Oreo) – ein Trend, der sich nun hoffentlich fortsetzt.

Wer Instagram noch nicht kennt, hier ist eine Einführungs-Infografik.