Ist Video das richtige Marketing-Medium für Ihr Unternehmen? Mit 5 Überlegungen zur Antwort

von Manuel Bauer

15. Mai 2018

Videos sind längst ein selbstverständlicher Teil des Online-Alltags. YouTube ist nach Google die zweitgrößte Suchmaschine der Welt. Die Hälfte der ÖsterreicherInnen sind regelmäßig auf YouTube unterwegs. Dazu kommen natürlich noch alle weiteren Online-Plattformen – denken Sie nur an all die Videos in Ihrem Facebook-Stream. Dadurch ergibt sich ein großes Potential für Unternehmen, NutzerInnen erstens dort abzuholen, wo sie bereits unterwegs sind, und zweitens Botschaften auf effiziente, emotionale oder informative Weise zu transportieren. Der erste Schritt in Richtung Videomarketing ist jedoch mit vielen Fragen verbunden – allen voran: Ist dieses Medium auch für mein Unternehmen,  mein Produkt oder meine Dienstleistung geeignet? Mit Hilfe einiger einfachen Überlegungen können Sie es herausfinden.

Überlegung 1: Welche Inhalte möchten Sie vermitteln – und ist Video dafür geeignet?

Wer soll erreicht werden? – Diese Frage steht am Anfang jeder Marketingmaßnahme. Das können potenzielle NeukundInnen sein, denen das Unternehmen oder Produkt erst vorgestellt wird. Für sie  könnte ein Imagefilm oder ein Produktvideo hilfreich sein. So war es auch bei unserem Kunden BECK Fastener Group, der seine einzigartigen magazinierten Holznägel vorstellen wollte:

Ein Ziel kann aber auch sein, bestehende KundInnen, die an das Unternehmen gebunden werden sollen, zu erreichen. Ebenso können auch MitarbeiterInnen oder potenzielle zukünftige MitarbeiterInnen Zielgruppe sein. Beinahe jeder dieser Personenkreise kann durch Video angesprochen werden – die Definition der Zielgruppe ist jedoch ein wichtiger erster Schritt, um eine Strategie zu formulieren.

Im zweiten Schritt fragen Sie sich: Welcher Inhalt soll meiner Zielgruppe durch die geplante Marketingmaßnahme vermittelt werden? Möchten Sie ein Image transportieren, um Ihr Unternehmen allgemein in einem positiven Licht zu zeigen? Oder soll ein ganz spezifisches Produkt erklärt werden? Tatsache ist, dass es nicht immer ein Video sein muss – manchmal kann eine statische Infografik oder ein Produktfoto das ausdrücken, was Sie vermitteln möchten. Aber es gibt Inhalte, die mit keinem anderen Medium so gut ausgedrückt und überbracht werden können wie mit Video. Unser Kunde „Freiwillig für Wien“ zum Beispiel wollte EinwohnerInnen von Wien vermitteln, welche unterschiedlichen Freiwilligentätigkeiten es gibt, und so Menschen dazu animieren, selbst ehrenamtlich tätig zu werden. Hier bot es sich an, Freiwillige bei ihrer Tätigkeit zu begleiten und diese in Videoform zu dokumentieren:

Kein anderes Medium könnte hier so eindringlich und klar darstellen, wie eine Freiwilligentätigkeit aussieht. Fragen Sie sich deshalb: Habe ich Inhalte, die am besten mithilfe von Video gezeigt und transportiert werden können?

Überlegung 2: Auf welcher Plattform bzw. welchen Plattformen sollen Videos veröffentlicht werden?

Wie möchten Sie mit Ihren KundInnen kommunizieren und Ihnen die definierten Inhalte vermitteln? Viele Online-Plattformen bieten die Möglichkeit, Videos zu veröffentlichen. Allerdings hat jede davon ganz eigene Spielregeln, sowohl, was technische Elemente als auch, was den Inhalt angeht. Auf Facebook zum Beispiel werden sehr viele Videos ohne Ton angesehen – was unter Umständen die besonders sorgfältig ausgewählte Musik Ihres Videos hinfällig macht. Insgesamt liegt hier der Fokus eher auf schnell konsumierbaren Videos, da die Mobilnutzung klar die Nase vorn hat. Haben Sie YouTube-Videowerbung ins Auge gefasst, sollten Sie darauf achten, in den ersten fünf Sekunden Relevanz zu erzeugen, da viele Werbeformen danach übersprungen werden können. Auf Instagram wiederum ist Authentizität ein wichtiges Kriterium. Diese und viele weitere Überlegungen sollten in Ihre Videostrategie einfließen.

Die Frage ist also nicht nur, ob sich Ihre gewünschten Inhalte am besten als Video vermitteln lassen – sondern auch, ob sie sich auf Ihren gewählten Plattformen optimal darstellen lassen. Im Idealfall nutzt eine Kampagne mehrere Plattformen, aber jeweils kanaladäquat. So kann etwa eine Videokampagne, die auf Ihrer Website und YouTube ausgespielt wird, durch Behind-the-Scenes-Storys auf Instagram begleitet werden.

Überlegung 3: Welche Fragen tauchen immer wieder auf?

Wenn Sie festgelegt haben, welche allgemeinen Inhalte vermittelt werden sollen, geht es an die genauere Planung bestimmter Videos. Denken Sie dabei zurück an Situationen Ihrer täglichen Arbeit: Welche Fragen werden von KundInnen oft gestellt? Welche Hilfe braucht die Nutzerin, der Nutzer in Verbindung mit Ihrem Produkt? Bestehende Daten können ausgewertet und verwendet werden: Gibt es FAQs, die auf Ihrer Website oft aufgerufen werden? Oder einen Artikel auf Ihrem Blog, der besonders oft angeklickt wird? Wenn das Interesse da ist und der Inhalt sich für ein Video eignet, ist dies ein guter Ausgangspunkt für eine informative (Video-)Marketingmaßnahme. Sie können auch überlegen und recherchieren, welche Informationen InteressentInnen im Zusammenhang mit Ihrem Produkt besonders oft googeln. In vielen Fällen ist ein Video der ideale Weg, diese Fragen umfassend zu beantworten – How-to-Videos etwa stellen eine der erfolgreichsten Kategorien auf YouTube dar.

Für unseren Kunden Husqvarna haben wir eine oft gestellte Frage mithilfe eines Videos beantwortet und ein How-to zum Einwintern ihres Automowers produziert:

Überlegung 4: Wie ist Ihr Produkt/Unternehmen in das Leben des Kunden eingebunden?

Eine weitere Überlegung, um festzustellen, ob Videomarketing zu Ihrem Unternehmen passt, ist folgende Frage: Welche Rolle spielt Ihr Produkt im Leben Ihrer KundInnen? Daraus können sich interessante Inhalte ergeben. Nehmen wir unseren Kunden Hofer: Klar, bei Hofer werden Lebensmittel (und andere Dinge des täglichen Gebrauchs) eingekauft. Wirklich wichtig ist jedoch, was danach geschieht und wie diese Produkte verwendet werden. Das war für uns ein perfekter Ansatzpunkt für eine umfassende Videostrategie, die How-to-Videos insbesondere im Bereich Kochen mit Hofer-Produkten umfasst: 

NutzerInnen erhalten dadurch einen klaren Mehrwert in Bezug auf die Produkte sowie auch einen Kaufanreiz für die Zukunft. Und die effiziente, visuelle Darstellung dank Videos wäre hier mit keinem anderen Medium möglich.

Überlegung 5: Wie können Sie Ihre Zielgruppe unterhalten?

Warum nicht mal einen etwas anderen Weg einschlagen und ein unterhaltsames Video machen, das ins Unternehmensumfeld passt? Marketingmaßnahmen müssen bzw. sollten schon lang keine „Kauf mich!“-Marktschreieren mehr sein. Wer mit Humor arbeitet, unterhält seine (potenziellen) KundInnen, was wiederum positiv auf das Image des Unternehmens abfärbt. Gerade mit Videos kann man Information und Unterhaltung gut miteinander verbinden. Ein Beispiel: Unser 10-Fakten-Video über die österreichische Landwirtschaft für unseren Kunden Husqvarna:

Hier werden Fakten zum Unternehmensumfeld transportiert, aber auf eine humorvolle Art und Weise. Dies wird hier durch die dem Medium Video eigene Verbindung von visueller Darstellung und Sprechertext möglich. Ein solches Video wird online gerne bis zu Ende geschaut – während derselbe Inhalt in anderer Darstellung kaum eine ähnliche Faszination hätte.

Das richtige Video für Ihr Unternehmen

Basierend auf diesen Überlegungen kann Videomarketing auch für Ihr Unternehmen Sinn machen. Wie die genannten Beispiele zeigen, kann es sich um ganz unterschiedliche Genres und Arten von Videos handeln. Abgestimmt auf Ihr Unternehmen, Ihre Zielgruppe und Ihre Marketingziele kann Pulpmedia gemeinsam mit Ihnen eine maßgeschneiderte Videomarketingstrategie definieren. Sie wollen mehr erfahren? Hier erhalten Sie weitere Informationen zu unseren bisherigen Videoprojekten – und vielleicht auch Inspirationen für Ihr Videomarketing.

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