Oreo Social Media Win: Der Superbowl ist nicht nur das größte Sportereignis der USA – in der Werbewelt und unter Football-Verweigerern werden die Werbespots in der Halbzeit mindestens genauso gespannt erwartet. Ein Unternehmen ging gleich als doppelter Sieger aus dem Abend hervor.

Oreo, erster Streich: Interaktion mit Spaßfaktor

Oreo – der Kakaokeks aus zwei Keksschichten mit weißer Milchcreme dazwischen – hält die Social-Media-Welt schon länger in Atem. Als das Unternehmen als „Unterstützungserklärung“ für Schwulenrechte im Juni 2012 einen Cookie mit regenbogenfarbener Füllung auf Facebook stellte, kommentierten Zehntausende. Der erste Streich für Oreo am diesjährigen Superbowl-Abend kam mit dem firmeneigenen Werbespot: Darin eskaliert ein Streit, ob denn nun der Keks oder die Creme der bessere Teil des Oreos sei, in allerlei Zerstörung. Da das Ganze aber einer Bibliothek stattfindet, schreit man sich nur im Flüsterton an. Der typische Schmäh der Superbowl-Spots ist da, was aber vielleicht noch wichtiger war: eine kurze Einblendung am Ende mit den Worten „Choose your side on Instagram“.

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Die Abonnentenzahlen des Instagram-Accounts von Oreo schnellten daraufhin in die Höhe – von 2.200 auf bisher knapp 60.000, Tendenz weiter steigend. Der Clou ist, dass Fans nicht nur bekanntgeben können, auf welcher Seite sie stehen – Cookie oder Creme – sondern, dass Oreo die grundlegende Idee von Instagram voll ausnutzt. User laden ein Foto mit dem Hashtag #cookiethis oder #cremethis hoch. Oreo „baut“ ausgewählte Fotos dann aus der Lieblingszutat des Fans nach und veröffentlicht Fotos davon wiederum auf Instagram. So kann man von Chihuahuas und Katzen aus weißer Creme bis zum Eiffelturm aus Keksen auf der Instagram-Seite schon alle möglichen von Oreo kreierten Kunstwerke bewundern.

Oreo, zweiter Streich: Sekundenschnelle Reaktion

Doch mit dieser geplanten Werbeaktion war der erfolgreiche Abend für Oreo noch nicht zu Ende. Als ein unerwarteter Stromausfall das Superbowl-Spiel unterbrach, reagierten die Marketingleute blitzschnell: Sie veröffentlichten ein einfaches, halbdunkles Bild mit dem Schriftzug: „You can still dunk in the dark“. Dieses wurde innerhalb weniger Minuten zum Twitter-Hit und ist inzwischen fast 16.000 Mal retweeted worden.

Oreo-social-media-win Oreo als Social Media Gewinner des Superbowl

Beide Schritte wurden in einschlägigen Medien ausgiebig gelobt. Was man daraus lernen kann, ist aber einfach. Erstens: Social-Media-Kampagnen sollten an das jeweilige Medium und seine Eigenschaften angepasst sein. Zweitens: Schnell und simpel sind am wichtigsten, wenn es um eine Reaktion auf aktuelle Ereignisse geht.