Johanna hat eine Zeit lang gebraucht, bis sie sich festgelegt hat: Als Kind reichten ihre Berufswünsche von Zirkusartistin und Religionslehrerin über Tierärztin bis hin zu Briefträgerin und Bäckerin. Nach der Gym-Matura ging sie dann aber doch nach Wien und studierte zusammen mit ganz vielen anderen Unentschlossenen Politik- und Theaterwissenschaften, gewürzt mit ein bisschen Publizistik. Nach einem Jahr wechselte sie an die FHWien und studierte dort Journalismus. Am besten gefiel ihr während des Studiums aber die eine Lehrveranstaltung über Drehbuchschreiben, weswegen sie nach dem Abschluss kurzerhand nach New York zog und ein Bachelor-Studium im Screenwriting anhängte. Nach drei Jahren rief die Heimat und kurz darauf auch Pulpmedia, wo Johanna als Text-Chefin jetzt von allem Gelernten ein bisschen was einsetzen kann.

Ein Wort, mit dem man dich beschreiben kann:

Facettenreich.

Ein Wort, das am besten beschreibt, wie du arbeitest:

Grammar Nazi. Hm, sind das zwei Wörter?

Warum hast du dich für deinen Beruf entschieden?

Ich hab mich ja nie direkt entschieden, Texterin in einer Online-Marketing-Agentur zu werden. Ich hab einfach immer versucht, das zu lernen, was mir Spaß macht und wo ich halbwegs Talent habe. Das hat dann glücklicherweise dazu geführt, dass ich für den von Pulpmedia ausgeschriebenen Job perfekt qualifiziert war. ;)

Wie würdest du deinen Beruf bezeichnen?

Schreiberling. Von Facebook Ads bis Imagefilm-Drehbücher texte ich alles Mögliche.

Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?

Ich komme um neun in die Firma, checke erstmal E-Mails und Facebook-Kommentare (auf Seiten, die ich für Kunden betreue). Dann kann es ganz unterschiedlich weitergehen: Manchmal haben wir Brainstormings zu neuen Kunden oder Kampagnen, manchmal schreibe ich Texte für unnuetzes.com, manchmal recherchiere ich Facebook-Content für Kunden oder schreibe ein Drehbuch für ein Infovideo.

mein arbeitsplatz Johanna Schönfelds Arbeitsplatz bei Pulpmedia

Was gefällt dir an deiner Arbeit am meisten?

Dass wirklich ein Großteil davon Texten ist. Klar gehört auch Organisatorisches dazu, aber ich bin froh, dass ich tatsächlich mit dem Schreiben Geld verdienen kann.

Wenn du jetzt nicht Texterin wärst, welchen Beruf hättest du ergriffen?

Irgendwas Artverwandtes, zum Beispiel Redakteurin. Oder professionelle Studentin.

Wo holst du dir die in deinem Job nötige Inspiration?

Hm, schwierig. Vermutlich am ehesten von wirklich gut geschriebenen Filmen und TV-Serien, das ist für mich die Königsdisziplin. Im Allgemeinen aber von jeder Art von Text, die in mir eine emotionale Reaktion auslöst.

Welche Musik hörst du während der Arbeit?

Extrem unterschiedlich: Heute läuft zum Beispiel der Soundtrack zu „Little Shop of Horrors“. Ansonsten vor allem Alternative Rock, aber auch mal eine Britney-Spears- oder Kelly-Family-Playlist (ich stehe dazu!).

Welchen Blog kannst du uns empfehlen?

Ich lese ehrlich gesagt wenige Blogs zu arbeitsrelevanten Themen. Privat sind mein Lieblingsblogs www.abadcaseofthedates.com, auf dem Leute Horrorstorys von ihren Dates erzählen, http://shitmyreviewerssay.tumblr.com/, wo großartige Zitate aus wissenschaftlichen Peer Reviews gesammelt sind, und Skeptiker-Seiten wie http://www.sciencebasedmedicine.org.

Welche Websites besuchst du täglich?

Facebook, Yahoo, Google.

Wer ist dein berufliches Vorbild?

Da gibt’s niemand Bestimmten.

Abgesehen von Handy, Tablet und Computer – auf welches Gadget kannst du nicht verzichten?

Gelten Papier und Stift als Gadget? ;)

Auf welche Apps, Softwares oder Tools kannst du einfach nicht verzichten?

Microsoft Office. Fürs Drehbuchschreiben Celtx.

Wenn du einen TED-Talk halten könntest, welches Thema würdest du behandeln?

Die psychologischen Gründe dafür, warum das menschliche Gedächtnis oft komplett unzuverlässig ist.

Welcher war der beste Ratschlag, den du jemals bekommen hast?

You can‘t always get what you want. (Danke, Mick Jagger und Keith Richards!) Das klingt auf den ersten Blick vielleicht eher negativ, ist es für mich aber gar nicht. Ich finde es im Leben wichtig, sich darüber klar zu sein, dass man nicht alles und jeden beeinflussen kann und das okay zu finden.

In welcher alltäglichen Sache bist du besser als andere?

Im Rechtzeitig-Wäsche-waschen.