Beinahe jeder hat inzwischen vom #SFBatKid gehört – jenem Fünfjährigen, dem von der Make-A-Wish-Stiftung der Wunsch erfüllt wurde, einen Tag lang Batman zu sein. Der an Leukämie erkrankte Miles Scott aus Nordkalifornien hatte sich gewünscht, zum Superhelden gemacht zu werden. Die Stiftung, die kranken Kindern Wünsche erfüllt, organisierte daraufhin ein Großevent in San Francisco. Sowohl vor Ort als auch auf Social-Media-Plattformen löste es eine Welle der Begeisterung aus.

Großaufgebot für kleinen Batman

Der als #SFBatKid betitelte Miles bekam einen passenden Batsuit zur Verfügung gestellt und durfte mit einem zum Batmobil umfunktionierten Lamborghini zum Ort des Verbrechens fahren. Dort rettete er eine zum Schein gefesselte Frau, jagte danach die Batman-Erzfeinde The Riddler und The Penguin und brachte sie hinter Gitter. Das BatKid-Abenteuer versetzte Teile der Stadt in einen Ausnahmezustand: Straßen wurden abgesperrt, Hubschrauber kreisten über dem Geschehen, Unterstützer sammelten sich entlang der Strecke und feuerten den kleinen Batman an. Der San Francisco Chronicle veröffentlichte als „Gotham City Chronicle“ eine Sonderausgabe, in der Miles als Held gefeiert wurde.

Virale Verbreitung im Internet

Doch die Begeisterung ging weit über die lokale Ebene hinaus. Nachdem Miles‘ ganz besonderer Wunsch von Bloggern aufgegriffen wurde, verbreitete er sich wie ein Lauffeuer im Internet. User posteten auf Social Media zum Thema, auch internationale Medien begannen, darüber zu berichten. Sogar US-Präsident Barack Obama schickte unterstützende Tweets und ein Video. Der Tenor war überwältigend positiv: „Mein Herz lacht“, „Diese Geschichte rührt mich zu Tränen“ oder sogar „Die Menschheit ist noch nicht verloren“ posteten Benutzer auf Twitter mit Hashtag #SFBatKid. Es schwang eine gewisse Erleichterung mit, dass man online ausnahmsweise eine durchwegs positive Story gefunden hatte - vielleicht ein Hinweis darauf, welche Inhalte sich Internet-User auch wünschen.