Swat.io – das Social Media-Tool der Socialisten

Das erste Tool, dass wir getestet haben, ist das der Wiener Agentur die Socialisten: Swat.io. Nach einer sehr informativen und umfangreichen Einführung in das Programm via Skype, wurde uns jener Link zugeschickt, mit welchem das 30 Tage-Trial freizuschalten ist. Dieses Freischalten lief nicht unbedingt reibungslos, doch unser Betreuer kümmerte sich schnell um die Fehlerbehebung und vergewisserte sich per Mail und Anruf, ob nun alles wie gewünscht funktioniere. Nachdem weitere Teammitglieder in das Trial und unsere Channels hinzugefügt wurden, konnte auch schon das erste Posting via Swat.io veröffentlicht werden.

Der Aufbau des Tools ist denkbar einfach und selbsterklärend. Ein Posting zu erstellen und getimed zu veröffentlichen, verlief stets ohne Probleme – jeder Post wurde immer genau dann und dort veröffentlicht, wo und wann es auch beabsichtigt war. Ein Nachteil des Social Media-Tools wurde hier jedoch schon sichtbar: Swat.io veröffentlicht geplanten Content immer unter dem Namen des Administrators, welcher in diesem Fall ich war. Dadurch kam es zu vermutlich Interferenzen zwischen meiner beruflichen und meiner privaten Facebook-Nutzung. Da ich gleichzeitig von unterschiedlichen Orten auf meinen Account zugriff, wurde dieser mehrmals von Facebook – aufgrund des Verdachts eines Missbrauchs meines Accounts – gesperrt. Unser Swat.io-Betreuer versicherte mir zwar, dass dies noch nie vorgekommen ist und Swat.io nicht dafür verantwortlich sein kann, dennoch trat dieses Problem nur bei der Nutzung von Swat.io auf, bei den anderen Social Media-Tools nicht – diese veröffentlichen Postings in ihrem Namen und nicht unter meinem.

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Swat.io veröffentlicht Postings im Namen des Administrators, also in meinem. Alle anderen Tools tun dies nicht.

UPDATE: Wir mir von Michael Kamleitner, CEO und Co-Founder der Socialisten, mitgeteilt wurde, lag das Problem bezüglich der Sperrung meines Accounts an Facebook. Mittlerweile postet die Social Media-Plattform generell nicht mehr unter den Benutzernamen, sondern den App-Namen, somit nun auch unter Swat.io. Somit dürfte nun auch dieses Problem behoben worden sein.

Ein weiterer Minuspunkt des Tools waren die häufigen Mails, welche man durch dessen Nutzung erhält: „Swat.io beobachtet alle Social Media-Kanäle. Für jeden neuen Kommentar, Antwort, Retweet, Privatnachricht ect. erhält man eine E-Mailbenachrichtigung.“ (Aus dem Englischen übersetzt von: Introducing...SWAT.IO). Das heißt, wenn ein anderes Teammitglied ein Posting vorplant, erhalten alle anderen User – die ebenfalls zur Nutzung dieses Kanals berechtigt sind – ein Mail. Wenn der Post veröffentlicht wird, erhalten wieder alle eine Benachrichtigung. Bearbeitet jemand das Posting, wird erneut ein E-Mail ausgeschickt usw.

Mit Hilfe einiger Einstellungsänderungen konnte die Mailanzahl auf durchschnittlich fünf am Tag gesenkt werden – zuvor waren es über zwanzig. Als wir unserem Betreuer davon berichteten, wurden rasch an einer Lösung des Problems gearbeitet. Diese scheint nun umgesetzt worden zu sein.

UPDATE: Die Anzahl der Mails wurde nun minimiert.

HootSuite Pro – verspricht eine effektive Social Media-Nutzung

Um eine Vergleichsmöglichkeit zu haben und die Praktikabilität von Swat.io besser einschätzen zu können, beschlossen wir, HootSuite Pro – ein relativ verbreitetes Social Media-Tool – zu testen. Im Gegensatz zu Swat.io gestaltete sich der Testvorgang hier jedoch schwierig.

Obwohl das 30tägige Trial vielversprechend aussah, stießen wir schon beim Einrichten der Kanäle und dem Hinzufügen von Teammitgliedern an die Grenzen dieses Demos.

Jeder Social Media-Kanal wird von einem eigens dafür gebildeten Team bespielt, das Trial erlaubt aber nur eine maximale Anzahl von zwei Teammitgliedern pro Channel. Für unseren Gebrauch war das viel zu wenig. Nach einer Nachfrage bei HootSuite – die Kommunikation erfolgte stets auf Englisch – wurde mir per E-Mail mitgeteilt, dass „Einer der Vorteile daran, HootSuite Pro Member zu werden, liegt darin, dass man „Organizations“ nutzen kann. Damit kann man so zusammenarbeiten, dass jeder über seine eigenen Login-Daten verfügt. Beachten Sie bitte, dass Pro-Konten standardmäßig zwei Nutzer umfassen – der Trick liegt also darin, Ihren Kollegen eigene Login-Daten zuzuweisen.“ (E-Mail aus dem Englischen übersetzt)

Hootsuite

Das Hinzufügen von neuen Teammitgliedern gestaltete sich im Trial schwierig. (Bild: von HootSuite)

Es kann demnach immer nur ein User alle Rechte besitzen, um einen weiteren hinzuzufügen – der neue User bekommt automatisch Admin-Rechte, wobei diese umfassende Berechtigung maximal zwei User haben dürfen. Will man nun ein drittes Teammitglied hinzufügen, muss man dem zweiten User die administrative Berechtigung entziehen, bevor man ein neues Teammitglied eingeladen werden kann. Im Endeffekt entzieht und vergibt man ständig Admin-Rechte. Ein Beispiel: Will ich eine Facebook-Page hinzufügen, für die jedoch nur eine Kollegin Facebook-Administrator ist, muss ich mir selbst die Hootsuite-Admin-Rechte nehmen und sie ihr übertragen. Sie kann den Kanal dann zwar hinzufügen, jedoch auch nur alleine bespielen. Sollte sie urlaubs- oder krankheitsbedingt ausfallen, kann niemand ihren Kanal übernehmen – einer der Gründe, warum man ein Social Media-Tool braucht. Aufgrund dieser impraktikablen Gestaltung des Trials war es für uns unmöglich, das Tool tatsächlich anzuwenden. Die Nutzung gestaltete sich durch unsere Useranzahl – und fünf ist nicht gerade eine Menge – als unmöglich. Das Trial wurde daher schon nach einer Woche abgebrochen.

Fazit – Was können die Social Media-Tools

Swat.io ist um 749 Euro/Monat und Kunde erhältlich. Die MitarbeiterInnen von Swat.io waren stets sehr hilfreich und entgegenkommend – beispielsweise wurde unser Trial mehrmals verlängert, was wir nicht bemerkten, da wir die Mails irgendwann nicht mehr lasen. Im Großen und Ganzen ist Swat.io jedoch ein Tool, das für unseren Gebrauch durchaus geeignet ist. Sollten die Probleme bezüglich der Facebook-Page-Sperrung behebbar und die Anzahl der Mails auf ein Minimum reduzierbar sein, ist Swat.io definitiv ein sehr empfehlenswertes Social Media-Tool.

HootSuite Pro kostet 7.19 Euro/Monat und Teammitglied. In dieser Version kann man bis zu neun User hinzufügen, wie viele jedoch mit Admin-Rechten ausgestattet werden können, ist unklar. Immerhin kann man bis zu 50 Profile mit der Pro-Version verwalten. Aufgrund der abgespeckten Testversion war es für uns jedoch unmöglich, ein genaues Bild des Könnens von Hootsuite zu machen.

Wir haben insgesamt fünf Social Media-Tools anhand von Trials getestet: Nächste Woche gehe ich im dritten Teil unserer Serie auf die Vor- und Nachteile von Falconsocial und Buffer ein.

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