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TikTok Recruiting: Geht das? So geht das.

Kaum eine Branche sucht nicht händeringend nach Lehrlingen oder Fachkräften. Das Recruiting junger Talente kostet Mühen und Geld. Und kein Weg führt an der Frage vorbei: Wo erreiche ich junge Bewerber:innen?

junge bewerber:innen finden. auf tiktok?!

7 von 10 Jugendlichen nutzen TikTok. Während die Nutzung anderer sozialer Netzwerke stagniert, erfreut sich TikTok immer mehr Beliebtheit – ja, auch in anderen Altersgruppen. Und wo Erfolge beim Recruiting auf anderen Plattformen organisch kaum noch möglich sind, erlaubt TikTok, bei entsprechend gutem Inhalt auch ohne großartigen AdSpend eine massive Reichweite zu erzielen. Also wir merken schon: Arbeitgeber:innen suchen junge Talente. Junge Talente nutzen TikTok. Eine recht einfache Rechnung.

Let’s dig a little deeper: Was TikTok von anderen Plattformen unterscheidet, ist außerdem die (noch) nicht spürbare Ad Fatigue. Sprich: Die Nutzer:innen auf TikTok haben Branded Content (noch?) nicht satt. Denn bisher geben sich viele dort vertretenen Marken Mühe, wirklich relevante Inhalte bereitzustellen und passen sich an die Sprache der Plattform an. Nicht selten sind es Brands, die auf TikTok die unterhaltungsstärksten und sehenswertesten Videos zu einem bestimmten Thema oder Trend posten.

flache hierarchien und flexibilität

Bevor wir nun hoffnungslos optimistisch unsere Stellenanzeigen auf TikTok ballern, hilft ein Blick auf unsere Zielgruppe: Gen Z und die jüngeren Millenials klopfen an die Tür des Arbeitsmarktes mit einem gut gefüllten Koffer an Anforderungen und Bedürfnissen. Sie sind es, die das Burn-Out ihrer Eltern miterleben mussten. Sie sind es, die Ethik gegenüber Erfolg priorisieren. Sie sind es, die Diversität nicht nur dulden, sondern schätzen und gleiches auch am Arbeitsplatz erwarten. Flache Hierarchien und flexible Arbeitszeit- und -ortskonzepte sind das Mindeste. Eine tolerante, freundschaftliche Atmosphäre im Büro wiegt schwerer als die Gewinne, die das Unternehmen erwirtschaftet. Seid ihr also überhaupt der:die richtige Arbeitgeber:in für die jungen Talente, nach denen ihr euch sehnt?

Eine Werbung kann nur so gut sein, wie das Produkt, das sie bewirbt. Eine Employer Brand kann nur so gut sein, wie die Jobs, für die sie steht.

so vergraulst du potenzielle bewerber:innen

Es gibt da diese TikTok Recruiting Ad. Den Namen des Unternehmens behalte ich für mich. Wir wollen hier schließlich kein Brand-Bashing betreiben. Die Ad fällt in die Kategorie: Gut gemeint, schlecht gemacht. Im Grunde ist das Ziel der Ad genauso durchschaubar wie der Teleprompter, von dem die Protagonist:innen ihren Text ablesen: „Eine Lehre 👍 bei meinem Arbeitgeber XY macht richtig Spaß. 👍 Und man lernt jeden Tag was Neues 😃 👍 .“ Just darauf werden von unterschiedlichen Lehrlingen, welche sich sichtlich unwohl vor der Kamera fühlen, die Benefits des Lehrberufs runter gerattert. Austauschbare Benefits, die eigentlich null Relevanz für potenzielle Bewerber:innen haben.

Im schlimmsten Fall ist deine TikTok-Stellenanzeige also genau so aufgebaut wie eine klassische Stellenanzeige. „Wir suchen XY für XY. Bei uns hast du diese und jene Vorteile. Et cetera. Et cetera. Bewirb dich jetzt!“ Hm. Bitte nicht.

Don't make ads – make TikToks.

Wir sind überzeugt, dass es für gutes Employer Branding auf TikTok keine klassischen HR-Kampagnen braucht. Zeige dein Unternehmen, wie es wirklich ist, gewähre Einblicke in die Kulissen, eure Arbeitsweisen und Kolleg:innen. Und scheu dabei nicht vor Selbstironie und Ehrlichkeit zurück.

best practice: ein gastrobetrieb am schönsten a der welt

Ein bestes Beispiel für wirklich gelungenes Employer Branding, das auf den ersten Blick gar nicht als solches erkennbar ist, ist der Account von Sepp Schellhorn. Der Hotelier vom Seehof in Salzburg zählt 40k Follower und Millionen von Views. Seine Videos beginnen immer mit der Frage des Kameramanns: „Sepp, was machst du?“. Daraufhin zeigt der Sepp, was er eben macht. Das ist mal ein Apfelstrudel, mal ein Eierschwammerlgröstl. Ma, guad. Aber was hat das jetzt mit Recruiting zu tun? Durch seine sympathischen, nahbaren und authentischen TikTok-Videos hat sich Sepp in die Herzen vieler Gastro-Mitarbeiter:innen gekocht und darf sich über unzählige Bewerbungen freuen.

Ja, Sepp hat auch eine klassische Video-Stellenanzeige. Doch auch diese schmückt sich nicht mit Arbeitgeberauszeichnungen, Obstkörben und Bullshit-Blabla. Ganz ehrlich sagt der Sepp: „Wenn du auf Technoparties stehst, […] bist du hier falsch. […] Komm nach Goldegg in die Natur, am schönsten Arsch der Welt.“ Ein vermeintlicher Nachteil für junge Bewerber:innen, der abgelegene Arbeitsplatz, wird also auf selbstironische, humorvolle und charmante Art und Weise adressiert. Well done.

wir fassen zusammen: was braucht es, um auf tiktok zu recruiten?

  • Keine eigens aufgesetzte HR-Kampagne
  • Authentische Einblicke ins Unternehmen, die ein Gefühl vermitteln, wie es ist, bei dir zu arbeiten
  • Konsistenz der Inhalte und der Posting-Frequenz
  • Community Management
  • Nice to have: Eine:n Mitarbeiter:in, welche:r gerne vor der Kamera und stellvertretend für dein Unternehmen steht

Du struggelst mit dem Fachkräfte- und Lehrlingsmangel und bist überzeugt, dass du auf TikTok deine potenziellen Mitarbeiter:innen finden kannst? Wir begleiten dich gerne auf deinem Weg zu brauchbaren Bewerbungen – von der Strategiefindung, über die Entwicklung von Content-Ideen bishin zur Content Creation und Distribution. Lass uns einfach eine Nachricht da.

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