Videos, Videos, Videos. Egal welchen Blog man liest, auf welche Konferenz man geht oder welchen Experten man fragt: Video ist die Zukunft. Videos sind in aller Munde. Zurecht. Cisco beispielsweise stellt in einer Studie die Prognose auf, dass 2019 ganze 80 Prozent des globalen Internettrafics auf Videos zurückzuführen sein wird.

Diese Euphorie ist schön, trotzdem sollte man den Blick fürs Ganze nicht verlieren. Es gibt noch mehr als Video. Wie zum Beispiel VR, AI, Bots oder Radio. Ja, richtig gelesen. Das Potential von Audio darf nicht unterschätzt werden. Gleich ob im Auto, beim Kochen, Sporteln oder an einem sonnigen Tag auf der Terrasse: Musik läuft.

Klassische Radiosender

Egal ob Radio OÖ oder Life Radio, die österreichischen Radiosender sind am Smartphone angekommen. Alle etablierten Sender haben eine eigenständige APP mit einer Livestreaming Funktion. Diese Apps sind natürlich praktisch für eingefleischte Fans eines bestimmten Senders. Ich habe zum Beispiel die Ö1 App am Smartphone und höre gerne das Morgenjournal in der App.

Für Poweruser sind natürlich Plattformen nützlicher, also Apps mit denen mehrere man Sender empfangen kann. Diese Apps stellen zusätzlich noch weitere tolle Funktionen bereit, wie beispielsweise das Speichern von Favoriten, Weckfunktion und Sleeptimer. Mit der App Radioplayer kann man alle österreichischen, privat lizenzierten Sender in einer App empfangen. Weitere Anbieter sind Radio.at, Radio Österreich oder Radios Österreich. Sowohl regionale als auch internationale Sender wie CNN können mit der stylischen APP tunein empfangen werden. Tunein bietet eine Werbefreie Premiumversion für 9,90€ im Monat an.

Musik-Abo-Dienste

Sie sind gekommen, um zu bleiben. Die Streamingdienste Napster, Apple Music, Google Play Music, Deezer, Amazon Music und Spotify. Die größte Auswahl an Musik bietet Amazon Musik und Deezer mit über 40 Millionen Songs, gefolgt von Google Play Music mit über 35 Millionen. Spotify hat etwas weniger Songs, dafür mit 100 Millionen User die meisten User. 30 Millionen dieser 100 Millionen User bezahlen für Spotify und erhalten dafür eine werbefreie Version.

Auch Hofer will im Geschäft mitmischen und ist mit Napster eine Kooperation eingegangen. Mit „Hofer Life“ hat man Zugriff auf Millionen Songs und tausende Hörbücher für preiswerte 7,99€ pro Monat.

Preislich sind sich die Plattformen recht ähnlich. Für rund 10€ kann gestreamt werden. Spotify und Deezer bieten im Gegensatz zu den anderen Anbietern jedoch eine kostenlose Variante mit Werbung an. Und diese Werbung ist ziemlich spannend!

Werben auf Spotify

Als Spotify User lässt sich sagen: Werbetechnisch ist noch viel Luft nach oben in Österreich. Grundsätzlich spielt Spotify für 70 Millionen User alle 15 Minuten eine Werbung von 30 Sekunden ein. Diese Werbung lässt sich nicht wegklicken oder umgehen. In Österreicher hört man meist nur Werbung für Spotify Premium. Nach und nach werben auch Bands für ihre neuen Alben. Bilderbuch und Granada haben Spots geschalten, die mir in Erinnerung geblieben sind. Ansonsten blieb mir auch noch Lotto, Falter und Intersport in Erinnerung. Und genau deswegen sollte man auf Spotify werben: es ist noch Platz genug.

Warum auf Spotify?

Zwei Argumente sind in diesem Artikel schon gefallen. Musik ist ständiger Begleiter. Egal ob beim Joggen, in der Straßenbahn, beim Kochen, bei einer Party oder jetzt gerade beim schreiben dieses Blogartikels. Die Zielgruppe ist ständig erreichbar. Und in Österreich ist auf Spotify noch jede Menge Platz für gute Werbung.

Das geniale an Werbung auf Spotify sind die präzisen Targetingmöglichkeiten. Zum einen gibt es das demografische Targeting. Die Botschaften können so auf Alter, Geschlecht, Standort und Sprache angepasst werden. Richtig spannend wird aber das Content-Targeting von Spotify. Hier kann man festlegen, bei welchen Genres oder Playlists die eigene Werbung abgespielt werden soll. Und das ist extrem interessant, denn der Musikstil verrät viel über eine Person. Musik beeinflusst die Stimmung und sagt viel über den Typ aus. Hört die Person traurige Musik, entspannende Musik oder Hard Rock? Eine Person, welche Raggae hört, spricht vermutlich mehr auf ein Yogawerbung an als Technoliebhaber. Von Fitness bis Romantisch: Spotify bietet einige gute Playlists an. Darüber hinaus lässt sich auch noch nach Tageszeit und Plattform targeten. Nur morgens auf iPhones oder doch lieber abends am Desktop? Retargeting und Sequential-Messaging ist auf Spotify auch kein Problem.

Neben dem klassischen bis zu 30 Sekunden langen Audioclip gibt es noch viele andere Werbeformate auf Spotify. Einen Überblick und genaue Beschreibung von Sponsored Session, Video Takeover, Audio, Display, Overlay, Homepage Takeover, Branded Playlist und Advertiser Page sind, findest du hier.

Und der Kreativität sind natürlich keine Grenzen gesetzt. BMW beispielsweise erstellte Playlists für Road-Trips durch die USA und steigerte dadurch die Bekanntheit und das Kaufinteresse für ein BMW Modell.

Besonders schön für Werbetreibende sind die Auswertungsmöglichkeiten von Spotify. Diese sind sehr detailliert und in Echtzeit, ein Traum in Punkto Messbarkeit. Auch das Abrechnungsmodell erfolgt in den üblichen Größen TKP, Festpreis / Tag, CPV.

Podcasts

Nicht zu vergessen sind natürlich Podcasts. Ich selbst höre keine, meine Kollegen Paulund Alex sind jedoch Experten und verfolgen Podcasts. Wie http://www.convinceandconvert.com/ sehr schön zeigt, dürfen Podcasts nicht unterschätzt werden. --> "Podcast Listening Grew 23% Between 2015 and 2016"