Am 01.07.1941 wurde der erste Fernsehspot der Geschichte ausgespielt. Vor der Übertragung eines Baseball-Spiels war die Werbung für Bulova Watches zu sehen. Die Kosten für Produktion und Airtime beliefen sich insgesamt auf $9.


Der Spot ist eine Mischung aus den damals bekannten Werbeformaten Plakatwerbung und Radiowerbung. Keine Bewegung, keine Emotion, keine Dramaturgie.

Als die Werbung online ging

Der erste Online Banner wurde 1994 von AT&T auf der Website HotWired.com geschalten. Dieser Banner war nichts anderes als ein Print-Inserat auf eine Website übertragen. Keine Animation, der Call-To-Action war eher ein Claim und weder als Button noch als Link erkennbar.

Die ersten Online Video Ads waren oft Kombinationen aus Fernsehspots und Bannern. Ohne das Format zu berücksichtigen wurde ein TV-Spot einfach auf den Banner geklatscht. Richtig nervig: Sobald man die Maus über den Banner bewegte, ging der Ton los. Ganz selten sieht man auch heute noch diese Missgeburt der Werbung.

Die Reise von Pulpmedia

Als wir 2005 Pulpmedia gründeten, bestanden unsere Aufträge größtenteils in Website-Designs und -umsetzungen. 2008 nahmen wir unseren ersten Social Media Auftrag an, damals noch für eine MySpace-Seite. Später experimentierten wir auf Facebook und fanden so heraus, wie Social Media Marketing funktioniert. Parallel bastelten und schalteten wir immer wieder Online Banner. Aus Social Media entwickelte sich Content Marketing und im Zuge dessen Videoproduktion. Aus Pulpmedia Medientechnik und -design wurde die Pulpmedia Online Marketing Agentur.

Auch heute können wir wieder einen massiven Wandel im Markt beobachten: Einerseits verlagern sich Zielgruppenpräferenzen mehr und mehr Richtung Bewegtbild-Formate. Andererseits gewinnen konkrete Zielgruppendaten und ihre richtige Anwendung immer mehr an Bedeutung. Die oben genannten Werbemittel waren zu ihren Anfangszeiten einfache Mischungen aus bestehenden Formaten. Erst später erkannte man ihre individuellen Vorteile und Möglichkeiten und die Marketingwelt verstand, sie zu nutzen. Genauso ist es jetzt höchste Zeit, die individuellen Vorteile und Möglichkeiten des Videomarketings zu erkennen und zu verstehen, sie zu nutzen.

Wie wir Videomarketing verstehen

Video-Produktion und -Distribution werden derzeit in den meisten Fällen voneinander getrennt. Eine Kreativagentur übernimmt mit einer Film- oder Animationsfirma die Produktion. Eine (Social) Media Agentur kümmert sich um die Distribution. Im Projektverlauf folgt die Distributionsphase im Anschluss an die Produktionsphase.

Das Problem dabei: Der Prozess verläuft nur in eine Richtung. Ein Zurück gibt es nicht. Dieser lineare Ablauf ist weder zeitgemäß noch effizient. Aber vor allem lässt er entscheidende Vorteile des Online Marketings aus: Echtzeit-Messung und damit die Möglichkeit, schnell zu reagieren.

Wir erinnern uns: Früher wurde ein Fernsehspot nach bestem Wissen und noch besserem Gewissen produziert. War er fertig, wurde er eingebucht. Auf Basis der Zuschauerzahlen von TV-Formaten wurde auf Reichweite geschlossen. Mithilfe von Marktbefragung eruierte man den Erfolg hinsichtlich Markenbekanntheit. Wenn ein Spot nicht „funktionierte“, wurde im besten Fall ein komplett neuer produziert. Sie sehen schon: Viele Umwege, viele Ressourcen.

Was ist anders beim Online Marketing? Zunächst kann sofort getestet werden, ob ein Clip funktioniert. Wenn die Retention Rate zu schwach ist, also nur ein sehr geringer Anteil des Videos konsumiert wird, weist das auf eine nicht funktionierende Dramaturgie hin. Das Gute: Man muss aber nicht das komplette Werbemittel verwerfen, sondern kann versuchen, die Dramaturgie durch Recuts (Überarbeitung des Videoschnitts) zu optimieren. Berücksichtigt man diese Möglichkeit schon in der Produktion, liegen für die Postproduktion mehrere Versionen für die jeweiligen Szenen bereit, auf die zurückgegriffen werden kann.

Produktion ergibt Distribution ergibt Daten für Überarbeitung

Damit das auch funktioniert, ist es unerlässlich, dass Distribution und Produktion kontinuierlich im wechselseitigen Austausch stehen. Die Produktion ist demnach auch keine Phase, die abgeschlossen wird und in die Distribution übergeht. Vielmehr bilden beide Prozesse einen Kreislauf, der sich während der Ausspielung immer wieder anpasst. Dabei können sogar unterschiedliche Zielgruppen mit unterschiedlichen Varianten des gleichen Werbemittels bespielt werden.

Das gleiche gilt auch umgekehrt: Die Produktion beeinflusst die Distribution. Damit meine ich nicht einfach Hochformat vs. Querformat vs. Quadratisch. Durch Retargeting oder gut getimete Mediaflights lässt sich das Storytelling wunderbar unterstützen. Durch den richtigen Einsatz der angebotenen Möglichkeiten auf den unterschiedlichen Plattformen lässt sich aus dem Medium Video das Optimum an Erfolg herausholen.

Sex, Drugs & Video Marketing

Genau da setzen wir jetzt an: Pulpmedia vereint als Videomarketing Agentur alle Bereiche, die am Erfolg einer Kampagne beteiligt sind. Aufgrund der vielen Jahre im Social Media wissen wir, wie man die gleiche Story für unterschiedliche Zielgruppen auf unterschiedliche Art und Weise erzählt. Unsere Media-Experten haben es drauf, Werbemittel zu testen und die Daten richtig zu interpretieren. Unser Produktionsteam kennt das Handwerk und kann sich deshalb voll auf die Kreativität konzentrieren. Alle Teams arbeiten unter einem Dach, am gleichen Server, rundum die gleiche Kaffeemaschine und im ständigen Austausch. Weniger Umwege, weniger Ressourcen, mehr Flexibilität. Das nennt man dann wohl USP. Ein logischer Schritt für uns. Und auch der einzig richtige.